Mediation/Konfliktbearbeitung, -Audit

KONFLIKT IM BETRIEB

Rund 12% der totalen Arbeitszeit einer Organisation gehen mangels Zusammenarbeit verloren, meist aufgrund unbearbeiteter Konflikte. Hier ist es zentral, dass die dahinter liegenden Interessensunterschiede konstruktiv debattiert und Win-Win Lösungen gefunden werden, weil der Betrieb sonst über Monate oder  Jahre blockiert werden kann. Die Schaffung von Interessensausgleich  beansprucht 15% bis 70% der Arbeitszeit von Führungskräften und bindet damit erhebliche Ressourcen.

Die Eskalation von Konflikten zulasten der guten Zusammenarbeit könnte mit verschiedenen Massnahmen verhindert werden. Trotzdem bleibt das Risiko von unbearbeiteten Konflikten als massiver Kostentreiber bestehen. Deshalb setzen wir mediative Vorgehensweisen ein.

Mediation

Mediation funktioniert als Zusammenbruch des Widerspruchs durch das Auftreten einer Dritten Partei. Mediation ist eine Methode der konstruktiven Konfliktbearbeitung, die für alle beteiligten Parteien die bestmögliche Lösung erarbeitet. Unter Leitung einer allparteilichen Drittperson, des Mediators/des Mediatorenteams, versuchen die Streitparteien selbst eine Lösung für ihren Konflikt zu finden. Der Mediator ist verantwortlich für den Mediationsprozess. Dabei agiert er nicht als Richter, sondern Vermittler, der die Parteien durch das Verfahren führt.

Nachdem die destruktiven Konfliktaustragungsmethoden unterbrochen wurden, werden die Parteien dahingehend befähigt, dass sie eigenverantwortlich eine interessengerechte Lösung suchen. Sie entscheiden über Fortführung und Ausgang des Verfahrens.

Mediation ist der richtige Weg u.a., wenn

  • eine schnelle und kostengünstige Konfliktlösung gesucht wird.
  • langjährige Beziehungen nicht zerstört werden sollen.
  • absolute Vertraulichkeit wichtig ist.
  • eine weitere Steigerung des bestehenden Konflikts vermieden werden soll.
  • eine zukunftswürdige Lösung, bei der alle Seiten gewinnen, gesucht wird.
  • Konflikte bei langjährigen Geschäftsbeziehungen, besonders mit Kunden oder Lieferanten bzw. Architekten und Generalunternehmern auftreten, und auch bei:
  • Langzeitverträgen z.B. bei Softwarenutzung, im Anlagebau, Baubereich, Miete
  • Komplexen Streitigkeiten zwischen Unternehmen
  • Streit zwischen Geschäftspartnern
  • Internationalen Konflikten
  • Konflikten in Familienbetrieben
  • Innerbetrieblichen Streitigkeiten, z.B. Mitarbeiter oder Abteilungen untereinander, Arbeitgeber und Arbeitnehmer
  • Nachbarstreitigkeiten
  • Umweltverfahren

Wie läuft eine Mediation ab?

Zu Beginn der Mediation vereinbaren die Parteien Regeln, wie sie verhandeln möchten. Dann erhält jede Seite Gelegenheit, das Problem aus eigener Sicht zu schildern. Danach erarbeiten Mediator und Parteien im Gespräch Schritt für Schritt die Konfliktpunkte und die bestehenden Interessen heraus. Der Konflikt wird so mehr und mehr als gemeinsames Problem verstanden, das gelöst werden soll. Die Parteien suchen mit Hilfe des Mediators selbst nach geeigneten Lösungen. Dabei stehen nicht die vergangenen Streitigkeiten im Vordergrund. Vielmehr wird wichtig, wie für die Zukunft ein geeigneter Weg gefunden werden kann. Vielfach können ganz neue Möglichkeiten entwickelt werden, welche allen Beteiligten Gewinn bringen.

Mediative Haltung eintranieren

Viele Führungskräfte schaffen sich unnötigen Widerstand, weil sie es nicht schaffen, ihre Unterstellten davon zu überzeugen, dass eine bestimmte Angelegenheit auch in deren Interesse wäre. Hier setzt ein konfliktsensibles Coaching ein, bei dem eine Führungskraft für spezifische Fälle die richtigen Worte eintrainiert.